Ihre Nachbarn kaufen jede Woche Milch, Brot, Getränke und Snacks — oft auf die Schnelle, im Späti um die Ecke oder über einen Lieferdienst, der 40 Minuten braucht und Gebühren aufschlägt. Ein Mini-Markt im eigenen Wohnhaus ist eine der einfachsten Möglichkeiten, von zu Hause aus etwas dazuzuverdienen: Sie sind bereits genau dort, wo die Nachfrage ist.
Es gibt drei Wege, das umzusetzen — mit sehr unterschiedlichen Kosten, Regeln und Risiken. In diesem Ratgeber finden Sie jedes Modell, die Schritte zum Start, was Mietvertrag und Eigentümergemeinschaft sagen, Anmeldung und Steuern, das passende Sortiment und was Sie mit HomeMarket verdienen können.
Was ist ein Mini-Markt im Wohnhaus?
Ein Mini-Markt im Wohnhaus — manche sagen auch Kiosk im Haus — ist jede Form, Lebensmittel des täglichen Bedarfs an die Bewohnerinnen und Bewohner desselben Hauses oder derselben Wohnanlage zu verkaufen. Er löst den Moment „Oh, das ist alle“: die Eier fürs Frühstück, das Mineralwasser fürs Abendessen, die Windeln um 21 Uhr — ohne Auto und ohne auf einen Lieferdienst zu warten.
In großen Wohnanlagen gibt es das inzwischen in verschiedenen Formen. Den Unterschied zu kennen ist der erste Schritt, denn das Modell entscheidet, wie viel Sie investieren und was Sie vom Haus brauchen.
Die 3 Modelle für einen Mini-Markt im Haus
| Smart Store / Kühlschrank-Automat | WhatsApp-Gruppe des Hauses | Laden aus der Wohnung (HomeMarket) | |
|---|---|---|---|
| Wo die Ware ist | Kühlschränke und Regale im Eingangsbereich oder Gemeinschaftsraum | Bei Ihnen zu Hause | Bei Ihnen zu Hause |
| Fläche vom Haus nötig | Ja | Nein | Nein |
| Zustimmung | Vertrag mit Vermieter bzw. Beschluss der WEG | Hängt von den Regeln der Gruppe ab | Keine Gemeinschaftsfläche; Mietvertrag und Hausordnung beachten |
| Anfangsinvestition | Hoch (Geräte, Ware, Kameras, Kassenterminal) | Gering | Keine Anfangsinvestition auf der Plattform |
| Bezahlung | Selbstbedienungskasse | Manuell (PayPal, Überweisung, bar) | Per Karte in der App oder bar bei Lieferung |
| Katalog und Preise | Legt der Betreiber fest | Liste im Chat, von Hand gepflegt | Fertiger Katalog mit Fotos und Preisvorschlägen |
| Lieferung | Bewohner gehen zum Automaten | Im Chat abgesprochen | Sie liefern in Minuten an die Tür |
Der Smart Store ist das, was man zuerst findet: Eine Firma stellt Kühlschrank-Automaten oder eine Selbstbedienungskasse in eine Gemeinschaftsfläche und beteiligt den Eigentümer am Umsatz. In sehr großen Anlagen funktioniert das, braucht aber freie, überwachte Fläche, einen Vertrag und einen professionellen Betreiber. Den ausführlichen Vergleich finden Sie unter Smart Store oder HomeMarket.
Der Verkauf über die WhatsApp-Gruppe ist der übliche Einstieg, stößt aber schnell an Grenzen: kein Katalog, keine Bestandsübersicht, keine integrierte Bezahlung, keine Bestellhistorie — und in vielen Hausgruppen ist Werbung unerwünscht.
Der Laden aus der eigenen Wohnung verbindet das Beste aus beidem: Die Ware bleibt bei Ihnen zu Hause, wie bei der WhatsApp-Gruppe, aber die Nachbarn kaufen über eine richtige App mit Katalog, Bezahlung und geordneter Lieferung. Das ist das HomeMarket-Modell — und darum geht es in den folgenden Schritten.
Schritt für Schritt zum Mini-Markt im eigenen Haus
Schätzen Sie Ihr Haus ein
Mehr Wohnungen bedeuten mehr Bestellungen. Häuser ab etwa 60 bis 80 Wohnungen oder Anlagen mit mehreren Häusern haben meist täglichen Bedarf. Achten Sie darauf, was die Nachbarn kurzfristig kaufen und wie weit der nächste Supermarkt entfernt ist.
Prüfen Sie Mietvertrag, Hausordnung oder Gemeinschaftsordnung
Suchen Sie nach Regeln zur gewerblichen Nutzung der Wohnung, zu Gemeinschaftsflächen und zu Besucherverkehr. Ein Laden aus der Wohnung nutzt keine Gemeinschaftsflächen und empfängt keine Kundschaft, trotzdem sind Sie für die Einhaltung der Hausregeln verantwortlich. Mehr dazu unter Darf man aus der Wohnung verkaufen?.
Laden Sie HomeMarket Seller herunter und eröffnen Sie Ihren Laden
Die Anmeldung ist kostenlos. Sie geben die Adresse Ihres Hauses ein, legen Ihre Öffnungszeiten fest und wählen, wie Sie bezahlt werden möchten (Karte in der App, bar bei Lieferung).
Starten Sie mit einem kleinen Sortiment
Beginnen Sie mit 30 bis 60 Artikeln, die sich schnell drehen: Brot, Milch, Eier, Mineralwasser, Softdrinks, Kaffee, Müsli, Chips, Süßigkeiten und Putzmittel. Kaufen Sie bei Metro, Selgros oder im Discounter ein; einen zusätzlichen Kühlschrank brauchen Sie am Anfang nicht.
Erfassen Sie die Produkte mit Preisvorschlag
Die App hat einen Katalog mit Fotos und Barcodes: Produkt suchen oder scannen, und es erscheint mit Name, Foto und einem Preisvorschlag.
Sagen Sie es den Nachbarn
Teilen Sie den Link und den QR-Code Ihres Ladens in der Hausgruppe, am schwarzen Brett (wenn erlaubt) und mit Nachbarn, die Sie kennen. Wer die Käufer-App installiert, landet direkt in Ihrem Laden.
Bestellung annehmen, packen, liefern
Bestellungen kommen als Benachrichtigung in der App an. Sie packen die Artikel, bringen sie an die Wohnungstür und bestätigen die Lieferung. Kartenzahlungen gehen abzüglich der Provision auf Ihr Konto.
Nachbestellen nach Zahlen
Die App zeigt, was sich verkauft, was knapp wird und wie viel Sie umgesetzt haben. Füllen Sie nach, was läuft, streichen Sie, was liegen bleibt, und erweitern Sie das Sortiment Schritt für Schritt.
Was kostet der Start?
Das hängt vom Modell ab. Ein Smart Store in einer Gemeinschaftsfläche bedeutet Kühlgeräte, Regale, Kameras, ein Kassenterminal und genug Ware, um die Fläche zu füllen — deshalb wird er meist von spezialisierten Firmen betrieben.
Beim Laden aus der Wohnung kostet nur der erste Warenbestand Geld, und dessen Größe bestimmen Sie. Viele Verkäuferinnen und Verkäufer starten mit Ware für ein paar hundert Euro und reinvestieren den Gewinn der ersten Wochen.
- Anmeldung und App: kostenlos, keine Monatsgebühr.
- Provision: ein Prozentsatz pro Verkauf, der bei der Anmeldung angezeigt wird — Sie zahlen nur, wenn Sie verkaufen.
- Startsortiment: so viel, wie Sie für den Anfang im Großhandel einkaufen möchten.
- Ausstattung: nichts vorgeschrieben. Ein ordentliches Regal und Platz im eigenen Kühlschrank reichen zu Beginn.
Mietvertrag, Hausordnung und WEG: was geht und was nicht
Vermieter, Hausverwaltung und Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) regeln vor allem die Gemeinschaftsflächen und schützen Ruhe, Sicherheit und den Wohncharakter. Ein Automat im Eingangsbereich braucht ihre Zustimmung — bei einer WEG in der Regel einen Beschluss —, weil er gemeinsame Fläche belegt. Ein rein digitaler Ablauf, bei dem ein Bewohner einige Artikel zu Hause lagert und an die Nachbarn liefert, stellt nichts in Gemeinschaftsflächen auf und bringt keine Kundschaft in die Wohnung.
Als Mieter gilt: Eine gewerbliche Nutzung der Wohnung braucht oft die Zustimmung des Vermieters, auch wenn sie kaum nach außen wirkt. Als Eigentümer sehen Sie in der Teilungserklärung und der Gemeinschaftsordnung nach, ob es Einschränkungen gibt.
- Nutzen Sie Treppenhaus, Keller, Tiefgarage oder Gemeinschaftsräume nicht als Lager oder Verkaufsstelle.
- Empfangen Sie keine Kundschaft in der Wohnung — die Lieferung geht an die Tür der Nachbarn.
- Beziehen Sie Hausmeister oder andere Beschäftigte des Hauses nicht ein.
- Füllen Sie Ihre Ware zu ruhigen Zeiten auf, ohne Aufzug oder Flur zu blockieren.
- Halten Sie Ruhezeiten, Sicherheits- und Zugangsregeln ein.
Für Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften haben wir eine eigene Seite: HomeMarket für Wohnhäuser. Wenn Ihre Verwaltung Fragen hat, schicken Sie ihr den Link.
Gewerbeanmeldung, Steuern und Lebensmittelrecht
Wer regelmäßig Waren verkauft, betreibt in der Regel ein Gewerbe: Die Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt Ihrer Stadt ist meist der erste Schritt und kostet nur eine kleine Gebühr. Bei geringem Umsatz kommt die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) in Frage; ob sie für Sie passt, klären Sie am besten mit einer Steuerberatung.
Wer Lebensmittel in Verkehr bringt, muss sich in der Regel als Lebensmittelunternehmer bei der zuständigen Lebensmittelüberwachung registrieren (EU-Verordnung 852/2004) — auch beim Verkauf verpackter Ware. Bleiben Sie bei verpackten Markenprodukten, achten Sie auf Mindesthaltbarkeit und Kühlkette. Alkohol nur unter Beachtung des Jugendschutzes, Tabak gar nicht. Fragen Sie beim Gewerbeamt, der Lebensmittelüberwachung oder einer Steuerberatung nach, was in Ihrem Fall gilt.
Dieser Ratgeber dient nur der Information und ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was verkauft sich im Mini-Markt im Haus?
Es sind kleine, häufige Nachkäufe — Bestellungen um 8 €. Am schnellsten drehen sich Frühstück, Getränke, Snacks, Grundnahrungsmittel und Tiefkühlware.
- Frühstück: Toast, Brötchen zum Aufbacken, Milch, Eier, Butter, Müsli, Kaffee.
- Getränke: Mineralwasser, Softdrinks, Säfte, Eistee.
- Vorrat: Nudeln, Tomatensoße, Reis, Konserven, Öl, Zucker.
- Snacks und Süßes: Chips, Kekse, Schokolade, Eis.
- Haushalt: Küchenrolle, Toilettenpapier, Spülmittel, Müllbeutel, Batterien.
- Tiefkühl: Pizza, Fertiggerichte, Brezeln zum Aufbacken — wenn Sie Platz im Gefrierfach haben.
Was kann man verdienen?
Der Umsatz wächst mit der Größe des Hauses und damit, wie verlässlich Sie es bedienen. Ein gut geführter Laden kann in 6 Monaten bis zu 6.000 € Umsatz im Monat erreichen, mit rund 2.000 € Gewinn. Die Ergebnisse variieren je nach Größe des Hauses, Ihren Öffnungszeiten und Ihrem Sortiment.
Umsatz ist nicht Gewinn: Wareneinsatz und Provision gehen davon ab. Wir haben es durchgerechnet unter Was verdient man mit einem Mini-Markt im Wohnhaus?.
Tipps aus der Praxis
- Seien Sie schnell: Die Lieferung dauert ca. 5 Minuten. Tempo ist das, was Nachbarn wiederkommen lässt.
- Seien Sie zu Stoßzeiten erreichbar: Frühstück, früher Abend und Wochenende.
- Lassen Sie das Wichtigste nie ausgehen: Milch, Eier, Wasser und Brot ziehen alles andere mit.
- Nutzen Sie Aktionen und Treuekarten: In der App können Sie Aktionen anlegen und Stempelkarten für Stammkunden anbieten.
- Antworten Sie schnell und freundlich: Im Haus spricht sich alles herum — auch im Aufzug.
Häufige Fragen
Darf ich einen Laden aus meiner Wohnung betreiben?
In vielen Fällen ja, solange die Wohnung eine Wohnung bleibt: kein Ladenlokal mit Publikumsverkehr, keine Kundschaft in der Wohnung und nichts in den Gemeinschaftsflächen. Als Mieter brauchen Sie für eine gewerbliche Nutzung oft die Zustimmung des Vermieters; als Eigentümer prüfen Sie die Gemeinschaftsordnung.
Brauche ich die Zustimmung von Vermieter oder WEG?
Ein Automat oder Smart Store in einer Gemeinschaftsfläche braucht immer einen Vertrag bzw. einen Beschluss, weil er gemeinsame Fläche nutzt. Für einen Online-Laden aus der eigenen Wohnung kommt es auf Mietvertrag, Hausordnung und Gemeinschaftsordnung an — fragen Sie im Zweifel vorher nach.
Was kostet der Start?
Bei HomeMarket sind Anmeldung und App kostenlos, es gibt keine Monatsgebühr: Die Plattform erhält eine Provision pro Verkauf. Ihre einzige Investition ist der erste Warenbestand — viele starten mit Ware für ein paar hundert Euro.
Was kann ich verdienen?
Das hängt von der Größe Ihres Hauses ab und davon, wie verlässlich Sie es bedienen: Ein gut geführter Laden kann in 6 Monaten bis zu 6.000 € Umsatz im Monat erreichen, mit rund 2.000 € Gewinn. Gewinn ist Umsatz minus Wareneinsatz und Provision. Die Ergebnisse variieren je nach Größe des Hauses, Ihren Öffnungszeiten und Ihrem Sortiment.
Muss ich ein Gewerbe anmelden?
Wer regelmäßig verkauft, in der Regel ja — beim Gewerbeamt. Dazu kommt meist die Registrierung als Lebensmittelunternehmer bei der Lebensmittelüberwachung. Die Kleinunternehmerregelung kann die Umsatzsteuer vereinfachen; lassen Sie sich von einer Steuerberatung beraten.
Wie bezahlen die Nachbarn?
In der HomeMarket-App per Kredit- oder Debitkarte oder bar bei Lieferung, wenn Sie das anbieten. Kartenzahlungen gehen abzüglich der Provision auf Ihr Konto.
Was ist der Unterschied zwischen HomeMarket und einem Smart Store?
Ein Smart Store wird von einem Betreiber in eine Gemeinschaftsfläche gestellt, mit Kühlschrank-Automaten und Selbstbedienungskasse. Bei HomeMarket lagert ein Bewohner die Ware in der eigenen Wohnung und liefert in Minuten an die Nachbarn; in den Gemeinschaftsflächen wird nichts aufgestellt.
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Laden Sie die App HomeMarket Seller herunter, erstellen Sie Ihren Laden kostenlos und beliefern Sie Ihre Nachbarn.